Liegenschaften des Antonius

Bereits 1770 kaufte Anton die ersten Jucharten Ackerland.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Katharina Grolimund wurde ein „Inventarium“ erstellt. Daraus ist die damalige Vermögenssituation ersichtlich:

1792 kaufte Anton Roth, Urses sel., dann die Liegenschaft N° 69 (Heutige Parzellen N° 481, 480, 855, 1002…) „Eine Hausmatt samt Gebäuden im Dorf“ im Halte von 3 Jucharten, für damalige Verhältnisse ein grosses Grundstück im Dorf. Neben dem Wohnhaus Nr. 5 stand darauf auch der Speicher N° 6 sowie ein Weiher. Dieses Grundstück grenzte:

  • Morgen: neben dem Mühlbach
  • Abend: neben N° 71 Urs Georg Gunzingers Hausmatt
  • Mittag: an den Grossbach [heute Dünnern genannt]
  • Mitternacht: an die Landstrasse

Das Grundstück reichte also von der heutigen Hauptstrasse entlang dem Mühlebach bis zum Bach Dünnern. Diese Hofstatt dürfte fortan der Familie als Wohnsitz gedient haben.

Nach dem Tod von Anton, 1835, wurde die Liegenschaft geteilt und wurde Eigentum der beiden Söhne Michael (die Hälfte der Hofstatt gegen Abend und die halbe Scheune N° 5) und Franz Joseph Roth (die Hälfte Hofstatt gegen Morgen, das Haus und die halbe Scheune). Franz Joseph Roth bezahlte für seinen Teil 2500 Louis d’or.

1843 kaufte Johann Georg Roth, Antons Sohn, den Teil von Franz Joseph Roth und verkaufte ihn 1853 an H. Allemann. Johann Georg Roth wird bei diversen Liegenschaftshändeln als in „Rennendorf“ (Courrendlin), Courroux und Cornol wohnend aufgeführt.

Anton muss ein geschickter und sehr arbeitsamer Landwirt gewesen sein. Bis 1832 kaufte er insgesamt rund 30 Parzellen im Umfang von rund 56 Jucharten, die Wohnhäuser N° 78 in der Illmatt mit Mattland und für „7 Küh Sömmerung“ sowie das Wohnhaus N° 100 im Einschlag. Im Januar 1835 verteilte Antonius einen Teil der Kulturflächen an seine Söhne. Das Wohnhaus N° 100 auf dem Einschlag erhielt Peter Joseph und das Haus N° 78 mit einem Teil der Illmatt ging an Anton Roth. Verschiedene zusammenhängende Flächen wurden dabei in kleinere Flächen aufgeteilt. In den Fertigungen sind jeweils die Werte in £ aufgeführt, so ist anzunehmen, dass das Erbe gleichmässig verteilt wurde. Die weiter oben erwähnte Liegenschaft mit dem Wohnhaus N° 5 wurde erst nach dem Tode von Antonius verteilt. Leider wurde das Buch mit den Inventaren und Theilungen von 1830 – 1837, Band IV, wie andere Bücher auch, in Balsthal Opfer eines Wasserschadens. Noch heute sind Seiten verklebt und mit Feinsand verschmiert und können nicht gelesen werden.

Ein Hinweis auf die erheblich verbesserte Vermögenssituation kann der nachstehenden Datei mit dem Inventar nach dem Tode seiner zweiten Frau Barbara Christ, gestorben am 8. Juli 1830, entnommen werden. Ihre Hinterlassenschaft von £ 3,383.32 wurde danach unter die Erben durch einen sogenannten „Auskauf“ aufgeteilt.